REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
Impressum
Kontakt
Links
REFUGIO München - Ärztliche Hilfe und Begutachtung
 

Ärztliche Hilfe und Begutachtung

REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
Die ärztliche Hilfe ergänzt die therapeutische Arbeit und soziale Beratung von REFUGIO München im Sinne eines ganzheitlichen Betreuungskonzeptes.

Ärztliche Hilfe

Hierfür sind folgende Tätigkeiten charakteristisch:
  • Abklärung der Behandlungsbedürftigkeit des Flüchtlings
  • Kontaktaufnahme oder -vermittlung zu behandelnden Ärzten, Spezialisten und Kliniken
  • Einleitung gezielter Behandlungsmaßnahmen einschließlich der Klärung von Finanzierungsmöglichkeiten, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt
  • Aufklärung des Flüchtlings über Krankheitsbilder, -verlauf und Behandlung
  • Führen von persönlichen Gesprächen mit behandelnden Ärzten im Hinblick auf kulturelle Aspekte, die im Behandlungsverlauf zu berücksichtigen sind

Ärztliche Stellungnahmen und Gutachten

Neben der ärztlichen Hilfe für den Klienten sind Stellungnahmen und Gutachten weitere wichtige Aufgaben der Ärzte von REFUGIO. Für das aufenthaltsrechtliche Verfahren von Flüchtlingen ist der Nachweis von physischen und psychischen Folgen erlebter Folter und Traumatisierung von Bedeutung. Die dazu notwendigen Untersuchungen von Gefolterten und Traumatisierten erfordern spezifische Kenntnisse. Darüber hinaus sind sie sehr zeitaufwändig, da sehr behutsam vorgegangen werden muss, um eine Retraumatisierung zu vermeiden.
Dr. med. Waltraut Wirtgen, ärztliche Mitarbeiterin von REFUGIO München, war an der Entwicklung und Veröffentlichung der "Richtlinien für die psychologische und medizinische Untersuchung von traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern" beteiligt. Außerdem hat sie an der Entwicklung der "Standards zur Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen (in aufenthaltsrechtlichen Verfahren)", SBPM, 2001 mitgearbeitet.

Links

Projektgruppe "Standards zur Begutachtung psychotraumatisierter Menschen"
Amnesty International - Sektionsgruppe Heilberufe
IPPNW Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung

Literatur

  • Gierlichs, Hans Wolfgang; Wirtgen, Waltraut u.a. (2005). Grenzen und Möglichkeiten klinischer Gutachten im Ausländerrecht. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, 25, 5.
  • Gierlichs, Hans Wolfgang (2003). Begutachtung psychotraumatisierter Flüchtlinge: Konflikt mit ärztlich-ethischen Belangen. In: Deutsches Ärzteblatt 1000, Ausgabe 34-35 vom 28.05.2003, Seite A-2198.
  • Wirtgen, Waltraut. (2000). Gewalt und Legitimität. Auswirkungen von Terror und Gewalt auf die Gesundheit des einzelnen und der gesamten Bevölkerung. In: Zeitschrift für Flüchtlingspolitik in Niedersachsen, Themenheft "Geteilte Medizin", 68 (3).