REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
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REFUGIO München - Folter und Trauma
 

Folter und Trauma

REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
"Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in dieser Welt"
Dies schrieb der bekannte Philosoph und Schriftsteller Jean Amery nach eigener KZ-Erfahrung. Und: "Die Schmach der Vernichtung lässt sich nicht austilgen." Folter ist weltweit eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit und auch im dritten Jahrtausend ein verbreitetes Mittel der Staatsführung, um Menschen zu zerstören.
Amnesty International dokumentierte im Jahresbericht 2007 Menschenrechtsverletzungen in 81 Ländern dieser Erde. Hier werden Menschen von Sicherheitskräften, Polizisten und anderen Staatsangestellten gefoltert oder misshandelt. In seinem Bericht zu 2008 benennt Amnesty auch 12 EU-Staaten, in denen durch staatliche Kräfte gefoltert oder misshandelt wurde. Neben der körperlichen Folter wird zunehmend die psychische Folter angewandt, um die Persönlichkeit von Menschen zu brechen.

Traumatisierung

Menschen, die gefoltert wurden, leiden nicht nur an den körperlichen Schmerzen und oft lebenslangen Folgen, sondern vor allem an den großen seelischen Verletzungen. Folteropfer sind durch den Akt der Folter traumatisiert. "Nichts ist mehr so wie früher", berichten uns viele Patienten. Auch Kriegserlebnisse oder schreckliche Fluchtereignisse führen zu solchen psychischen Leiden. Kinder, Frauen und Männer können von diesen traumatischen Erfahrungen bei uns erzählen. Oft sind sie zunächst gar nicht in der Lage, diese in Worte zu fassen.

Hilfe bei REFUGIO München

Wir bieten Folteropfern und traumatisierten Flüchtlingen Hilfe im Exil an. Wir sammeln das Wissen und das Verständnis von körperlicher und seelischer Folter. Wir klären die Betroffenen auf, vertreten ihre Rechte und stärken sie in ihren Kräften.
Die "Schmach der Vernichtung" lässt sich nicht austilgen... aber die Würde und Lebenskraft dieser Menschen ist am Ende stärker als jede Schmach.