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Seit September 2009 ist REFUGIO in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München mit einem Projekt zur Früherkennung vulnerabler Jugendlicher aktiv. Durch dieses Projekt soll festgestellt werden, wie hoch der therapeutische Behandlungsbedarf unter den jugendlichen Flüchtlingen ist, die alleine nach Deutschland kommen und einen Asylantrag stellen. Das diagnostische Vorgehen wurde im Vorfeld mit der Universität München und dem Referat für Gesundheit der Stadt München besprochen. Das einjährige Projekt wird von der Diplom-Psychologin Amelie Hirsch durchgeführt, die zuvor Erfahrungen in der Betreuung dieser Jugendlichen sammeln konnte. Finanziell ermöglich wird dieses Projekt durch die HIT Stiftung.
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Ende vergangenen Jahres wurde sehr schnell deutlich, dass der Behandlungsbedarf der Jugendlichen die Erwartungen übertraf: Von 43 durchgeführten Diagnosegesprächen wurde bei 37 Jugendlichen ein Behandlungsbedarf festgestellt. Um nicht nur einen therapeutischen Bedarf zu diagnostizieren, sondern auch eine Sofortmaßnahme zur psychischen Stabilisierung der Jugendlichen anbieten zu können, hat sich REFUGIO intensiv um eine Projekterweiterung bemüht. Die Heidehof Stiftung in Stuttgart hat sehr schnell und unkompliziert auf das Anliegen von REFUGIO reagiert. Seit Ende März 2010 können die Jugendlichen jetzt wöchentlich ein Jahr lang an einem erlebnistherapeutischen Kletterangebot teilnehmen.
Zur Situation unbegleiteter minderjährigen Flüchtlingen vgl. auch z.B. REFUGIO REPORT April 2010, sowie DIE ZEIT, 04.02.2010, S. 15-16, sowie DIE ZEIT, 25.03.2010, S.25.
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