REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
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REFUGIO München - Jour fixe 2007
 

Veranstaltungen-Archiv - Jour fixe 2007

REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
Donnerstag
13.12.2007
20:00 Uhr
Jour Fixe
Menschenrecht auf Gesundheit: das Beispiel Zimbabwe
Referent:
Dr. Richard Bischoff, Mitarbeiter von REFUGIO München
Dr. Richard Bischoff arbeitet seit 1989 im zimbabwischen Gesundheitswesen, seit 2000 vorwiegend mit Opfern von Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen. Seit Ende letzten Jahres ist er Mitarbeiter von Refugio.
Von einem Arbeitsaufenthalt in Zimbabwe im Oktober/November hat er Eindrücke und Informationen mitgebracht: von Regierungs- und Missionskrankenhäusern, von Fahrten über Land, von Gesprächen mit früheren Kollegen, die immer noch versuchen, eine medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten, und von einem Kongress der Zimbabwe Doctors for Human Rights.
Wie schätzen seine Gesprächspartner die Zukunftsperspektiven Zimbabwes ein? Wie können interessierte Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialarbeiter praktische Solidarität üben mit ihren zimbabwischen Kollegen, für die Gesundheitsversorgung und Menschenrechtsarbeit zwei Seiten derselben Medaille sind?
Wir meinen, dass das Beispiel Zimbabwe auch Fragen aufwerfen kann im Zusammenhang von Menschenrechten und Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Ort:
REFUGIO München , Mariahilfplatz 10, München
Donnerstag, 27.9.2007
19h30
Jour Fixe
Psychische Gesundheit und Menschenrechte unter Kriegsbedingungen im Irak.
Ein Erfahrungsbericht
Der Referent, Dr. Nurmann Ali hat bis vor kurzem als Psychiater in Bagdad gearbeitet. Er berichtet über die Lebenssituation der Bevölkerung im Irak, der ständigen Bedrohung durch Anschläge, die Auswirkungen der Anwesenheit amerikanischer und europäischer Militärs und die langfristigen Folgen auf die psychische Verfassung der Menschen im Land.
Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, Raum 211/212
Veranstalter:
REFUGIO München in Kooperation mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat
Donnerstag
14.6.2007
20:00 Uhr
Jour Fixe
"Inneren Bildern Raum geben" - Kunsttherapie als Möglichkeit
Referent:
Referentinnen Renate Laub und Mieke Schneider-Geweke
Kunsttherapeutinnen, Mitarbeiterinnen von REFUGIO München.
Innere und äußere Bilder haben großen Einfluss auf das Leben von Kindern und Jugendlichen. Anhand von Bildern aus der Kunsttherapie bei REFUGIO München wird vorgestellt, welche Möglichkeiten diese therapeutische Methode nach schweren traumatischen Erlebnissen bietet, sich wieder in der Welt zurecht zu finden?
Ort:
REFUGIO München , Mariahilfplatz 10, München
Donnerstag
19.4.2007
20:00 Uhr
Jour Fixe
"Psychotherapie" in Zimbabwe - nach welcher Art von Hilfe fragen die Opfer politischer Gewalt?
Referent:
Richard Bischoff, Kinderarzt, Psychotherapeut
Mitarbeiter von REFUGIO München
Zimbabwe ist seit Jahren immer wieder einmal in den Schlagzeilen, denn die Regierungspartei scheut auch vor massiver Gewalt nicht zurück, um sich an der Macht zu halten.
Wie gehen die Opfer dieser Gewalt um mit ihrem Los? Wie verkraften sie ihr Leid? Welche Lösungswege sehen sie für ihre Probleme?
Der Referent hat an einem Projekt für die Angehörigen von Ermordeten aus den 80er Jahren mitgearbeitet. Damals hatte die zimbabwische Regierung auf militärischem Weg ein Einparteiensystem eingeführt. Bei der Bekämpfung angeblicher Dissidenten wurden zehntausende Unschuldiger umgebracht.
Zur Arbeit mit der Familie eines Ermordeten wird ein vom Projektteam hergestelltes Video gezeigt. In der Einführung, in begleitenden Kommentaren und in der anschließenden Diskussion wird es darum gehen, diese Arbeit ins Verhältnis zu setzen zu westlichen psychotherapeutischen Konzepten, wie sie ja auch der Arbeit von REFUGIO zugrunde liegen.
Ort:
REFUGIO München , Mariahilfplatz 10, München
Donnerstag
8.2.2007
20:00 Uhr
Jour Fixe
"Arme Unterschicht" - die politisch gewollte Not von Flüchtlingen
Referent:
Jürgen Soyer, Dipl.Soz.Päd., Dipl. Theol.
Mitarbeiter von REFUGIO München
"Macht Hartz IV die Menschen arm?", so diskutieren die Fernsehrunden. Flüchtlinge erhalten oft noch viel weniger als Hartz IV-Empfänger. "Das dient zur Abschreckung.", erklären manche Politiker. Ob arm oder bettelarm, das spielt bei Flüchtlingen keine Rolle mehr und interessiert auch keine Fernsehrunde.
Wir stellen Gesetze und Regelungen vor, die gezielt zur Armut führen. Wir berichten von Familien, wie sie mit der Not leben. Wir erzählen von Politikern und Verantwortlichen, wie sie die Fragestellung angehen. Und wir diskutieren mit Ihnen, wie es anders laufen könnte.
Ort:
REFUGIO München , Mariahilfplatz 10, München