REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
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REFUGIO München - Sozialberatung
 

Sozialberatung für Flächtlinge

REFUGIO München - Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer
Eine wichtige Säule der Arbeit bei REFUGIO München stellt die Sozialberatung dar. Drei SozialpädagogInnen beraten und betreuen die Klienten bei den vielfältigen sozialen Problemlagen, die sich als Folge von Krieg, Flucht und dem Leben im Exil ergeben. Jeder Patient, der bei REFUGIO in psychotherapeutischer Behandlung ist, kann auch die Sozialberater konsultieren.

Beratungsziel

Gegenstand der Sozialberatung sind soziale Sachverhalte insbesondere im Hinblick auf Aufenthalt, Lebensunterhalt, Wohnraum, Schul- und Ausbildung, Arbeit und Gesundheit. Gerade Flüchtlinge sind mit einer Vielzahl von Gesetzen und Einschränkungen konfrontiert. Der Umgang mit Behörden in einem Land, dessen Sprache, Kultur und Strukturen einem fremd sind, stellt für jeden Menschen eine Herausforderung dar. Für traumatisierte Menschen bedeutet dies eine massive Überforderung, die oft zur Verschlechterung ihrer psychischen Verfassung führt.
Die Komplexität der Lebenssituation von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft erfordert Weitblick, ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Fachkompetenz und Flexibilität von den Beratern. In der sozialen Beratung wird die individuelle soziale Situation der Klienten in ihrer Gesamtheit erfasst. Die Sozialberater erarbeiten gemeinsam mit den Klienten Strategien zur Bewältigung ihrer Problemlagen. Das Ziel der Interventionen ist das Erreichen eines geregelten Alltagslebens in eigener Verantwortung.

Beratungsschritte und -aufgaben

Die Sozialberater führen zusammen mit den Psychotherapeuten das Erstgespräch mit den Klienten durch, um zu einer Einschätzung der sozialen und psychischen Situation zu gelangen. Ziel ist die Klärung des sozialberaterischen Handlungsbedarfs. Neben der Krisenintervention in sozialen Fragen sind weitere zentrale Aufgaben der Beratung die:
  • Vertretung gegenüber anderen Einrichtungen und Behörden,
  • Beschaffung von elementaren Lebensgrundlagen,
  • Verhandlung mit anderen Menschen, Einrichtungen und Behörden in sozialen Angelegenheiten.
Neben der Einzelberatung wird auch soziale Gruppenarbeit angeboten.

Mitarbeiter in der Sozialberatung

Marita Wendt (englisch), Tel. 089/ 98 29 57-16
Rasul Akhtar (englisch, dari, paschtu), Tel. 089/ 98 29 57-13
Jürgen Soyer (engl., französisch, türkisch), Tel.089/ 98 29 57-15

Links

www.ecoi.net (v.a. Länderinformationen)
www.asyl.net
(Informationen rund um Gesetze und Rechtsprechung)
www.proasyl.de
www.fluechtlingsrat-berlin.de
(Informationen zu Rechtsprechungen, v.a. im Hinblick auf das Asylbewerberleistungsgesetz)
www.muenchner-fluechtlingsrat.de
(Informationen zur Situation von Flüchtlingen in München)
REFUGIO-Report Juli 2005 (Artikel "Familie Gashi")

Literatur

  • Florian Fritz-Frank Groner: Wartesaal Deutschland. Ein Handbuch für die Soziale Arbeit mit Flüchtlingen; Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft Stuttgart 2004
  • Hubert Heinhold - Georg Classen: Das Zuwanderungsgesetz, Hinweise für die Flüchtlingssozialarbeit (Einführung in die Neuregelungen des Aufenthaltsgesetzes, des Asylverfahrensgesetzes und des Sozialrechtes "Hartz IV"; von Loeper Literaturverlag 2004
  • Informationsverbund Asyl / ZDWF (Hrsg): Ratgeber - Soziale Beratung von Asylbewerbern, zu bestellen über: IBIS, Tel. 0441-88 40 16, Fax 0441-984 96 06