Jahresbericht

Refugio München in 2021 – Wahrnehmen, Mitfühlen, Handeln!

Unser Jahresbericht gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über unsere Arbeit und die verschiedenen Arbeitsbereiche sowie Projekte des letzten Jahres.

                  

                 

Liebe Freundinnen und Freunde von Refugio München, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

es ist schwer, einen Rückblick auf das Jahr 2021 zu machen, ohne auch auf das Jahr 2022 zu blicken. Denn der Ukraine-Krieg hat Bedrohung und Schrecken bis vor unsere Haustür gebracht. Der Frieden, den wir fast selbstverständlich jahrzehntelang in Deutschland genossen haben, scheint nicht mehr so selbstverständlich.

Für fast alle unserer Klientinnen und Klienten ist Friede schon lange nicht mehr selbstverständlich. Oder er ist gar nur eine Wunschvorstellung für die Zukunft. Im vergangenen Jahr erlebten wir mit Schrecken die Machtübernahme durch die Taliban. In großer Zahl waren unsere Klientinnen und Klienten aus Afghanistan wieder voll mit schrecklichen Bildern von Verfolgung und Gewalt. Sie waren voll von Angst.
Aber auch viele andere Kriege und Konflikte dieser Erde waren in Gesprächen, Tränen und hoffnungsvollen Wünschen Gegenstand der Arbeit von Refugio München.

Wie können wir alle, Sie und wir, das aushalten? Man kann ja nicht jeden Tag Leid und Krieg in der Ukraine, Syrien, Jemen, Kongo, Irak und und und wahrnehmen! Und doch ist es so wichtig, dass wir es wahrnehmen. Denn es betrifft Millionen von Menschen. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer.

Vielleicht kann es hilfreich sein, wie wir es bei Refugio München machen. Wahrnehmen – sich empören und mitfühlen – handeln! Und handeln heißt, dass wir die einzelnen Menschen unterstützen. Aber wir arbeiten auch daran, dass wir ein menschliches Miteinander in unserer Gesellschaft haben, einen bunten Pluralismus an Meinungen leben und gute Lösungen für Probleme in der Gesellschaft finden.

Dieser Jahresbericht 2021 über die Arbeit von Refugio München zeigt viele Beispiele, was wir tun können. Und das ist oft mehr, als wir denken! Wir tun es mit Ihrer Hilfe, weil auch Sie handeln und unterstützen!

Wir danken allen sehr herzlich, die unsere Arbeit begleiten, die sich empören und mitfühlen und die ihren Beitrag dazu leisten, dass die Welt doch ein Stück friedlicher und besser wird!

Viel Freude und gute Gedanken wünschen Ihnen bei Lesen

Annette Hartmann und Jürgen Soyer

Geschäftsführung von Refugio München

 

Hier finden Sie einige Artikel aus dem Jahresbericht 2021:

 

„Wir brauchen noch mehr Therapieplätze“

„Wir brauchen noch mehr Therapieplätze“

Katrin Kammerlander ist als Psychotherapeutin Teil des Teams für erwachsene Klient*innen und berichtet im Interview, wie sie den Menschen hilft, die zu ihr kommen und wie sie selbst mit den schweren Schicksalen umgeht.
Team KiJu1

Ein kleiner Luxus für Familien

Tanja Lüders nimmt sich viel Zeit für die Menschen, die zu ihr kommen. Die Sozialpädagogin betreut seit 2015 Familien in einer speziellen Familienfachstelle für geflüchtete Menschen und ist damit Teil des Teams für Psychotherapie und Beratung von Kindern und Jugendlichen.
Die Arbeit der Fachärzt*innen

Ärztliche Arbeit bei Refugio München

Die Fachärzt*innen, die bei Refugio München arbeiten, haben neben ihrer psychotherapeutischen Arbeit noch eine besondere Aufgabe, die durch die Asylrechtsverschärfungen der letzten Regierung entstanden ist.
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Facheinrichtung und Menschenrechtsorganisation

Die Aufnahme, Versorgung und Integration von Geflüchteten haben in Politik und Zivilgesellschaft in den letzten Jahren zu aufgeladenen Diskussionen geführt. In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns als Facheinrichtung. Und da medizinische Versorgung ein Menschenrecht ist, verstehen wir uns auch als Menschenrechtsorganisation.
Ein Ort der Zuversicht

Ein Ort der Zuversicht

Unsere Außenstelle in Landshut muss ein großes Einzugsgebiet und eine sehr präkere psychosoziale Versorgungslage Geflüchteter abdecken. Unter diesen schwierigen Bedingungen sind Happy Ends wie die Geschichte dieser Familie umso schöner.
Hilfe für vulnerable Geflüchtete von Anfang an

SoulCaRe - Früherkennung

Eine strukturelle Identifizierung traumatisierter und vulnerabler Geflüchteter oder ein Konzept für bedarfsgerechte Maßnahmen gab es bisher nicht. Nach zwei Jahren Vorbereitungs- und Konzeptarbeit sowie Überzeugungsarbeit von Behörden und Regierung hat Refugio München deshalb im Januar 2021 das Projekt SoulCaRe in der Kurzaufnahme für Geflüchtete in München gestartet.
Engagement und Unterstützung

Engagement und Unterstützung

Der Förderverein Refugio München unterstützt das Beratungs- und Behandlungszentrum durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Veranstaltungen. Eine der Engagierten ist Vorständin Waltraud Volger, sie berichtet von ihren Motiven und den Möglichkeiten Refugio München zu unterstützen.
„Damit sie auch hier gute Eltern bleiben können“

Gute Eltern bleiben können

Melisa Budimlic und Frederic Lwano sind Elterntrainer*innen bei Refugio München. Sie helfen Eltern in verschiedenen kulturellen Kontexten ihre Kinder zu erziehen. Wie das funktioniert, können Sie hier anhand der Beispiele lesen.
Stepped Care

Stepped Care - Forschungsabteilung

Die Forschungsabteilung von Refugio München arbeitet eng mit den Praktiker*innen bei Refugio München und der Wissenschaft an der Universität zusammen. Ziel ist, die psychotherapeutische Arbeit im interkulturellen Kontext zu optimieren und neue Lösungswege zu eröffnen.
„Auch in 10, 20 oder 50 Jahren wollen wir geflüchtete Menschen in München unterstützen.“

"Wir wollen Geflüchtete langfristig unterstützen."

2017 haben wir unsere eigene Stiftung gegründet. Ein Gespräch mit Vorständin Annette Hartmann über dauerhaftes Engagement für Geflüchtete, Tipps zum Erbrecht und Herzenswünsche.
TeamKEWeb

Endlich ein Zuhause

Corona hat uns alle gebeutelt und belastet. Für die Refugio Kunstwerkstatt hatte die Pandemie aber zusätzlich den Verlust der eigenen Räume zur Folge. 18 Monate lang waren die Gruppen und Mitarbeiter*innen der Kunstwerkstatt dann auf Wanderschaft von Umzug zu Umzug.
Eine gelungene Kooperation

Eine gelungene Kooperation

Katrin Riedel ist Psychotherapeutin in der Außenstelle von Refugio München in Augsburg. Im HIFF Projekt führt sie – in enger Kooperation mit der Caritas – Therapien mit besonders schutzbedürftigen Geflüchteten durch. Im Interview erzählt sie, welche Besonderheiten eine kleine Außenstelle wie Augsburg hat.
Kulturelle Türöffner und Partnerschaft

Kulturelle Türöffner und Partnerschaft

Wenn Menschen traumatische Erfahrungen machen mussten, brauchen sie ein gutes soziales Umfeld, das Stabilität und Sicherheit bietet. Die Ehrenamtlichen vom Refugio München Mentoring-Projekt Welcome helfen Geflüchteten partnerschaftlich bei der Integration und im Alltag.
 
Jahresbericht 2020:

 

 
Jahresbericht 2019: