Refugio München Report

Zweimal im Jahr informiert der Refugio München-Report über aktuelle Themen aus der Arbeit mit Geflüchteten des Beratungs- und Behandlungszentrums. Er wagt aber auch regelmäßig einen Blick über den Tellerrand und beleuchtet in spannenden Reportagen und Interviews, Analysen und Kommentare die aktuelle politische Lage.

Unsere Fördermitglieder erhalten den Report frei Haus. Daneben liegt er an vielen öffentlichen Stellen sowie unserer Geschäftsstelle kostenlos aus.

Refugio München Report zum Download (Ausgabe 2.2021)

 

Liebe Leser*innen,  liebe Freund*innen und Unterstützende von Refugio München,

in den Koalitionsverhandlungen zur neuen Regierung war das Thema Asyl zumindest öffentlich bisher nicht im Fokus der Aufmerksamkeit. Dabei sind die Herausforderungen nach wie vor groß, wie Afghanistan oder die polnisch-belarussische Grenze zeigen.

Von der neuen Regierung erwarten wir Lösungen für schwerwiegende Themen unserer Arbeit:

  • Die flächendeckende psychosoziale Versorgung von psychisch kranken Geflüchteten muss gewährleistet werden. Dafür müssen Mittel bereitgestellt werden, um psychosoziale Zentren wie Refugio München finanziell abzusichern. Und in allen bayerischen Regierungsbezirken müssen solche Zentren finanziell unterstützt werden.
  • Die Kosten für Dolmetscher*innen in der psychosozialen Versorgung müssen leichter über das Asylbewerberleistungsgesetz bezahlt werden. Auch für Menschen mit Aufenthalt muss ein gesetzlicher Anspruch auf Sprachmittlung im medizinischen Bereich eingeführt werden.
  • Die Anforderungen an ärztliche Atteste zum Nachweis von Abschiebungshindernissen sind zu hoch. Viele traumatisierte Menschen können kein Attest beibringen, weil diese Atteste im Verfahren nicht bezahlt werden. Folglich kommt es trotz schwerer Krankheit zu Abschiebungen. Die gesetzlichen Anforderungen müssen an die Realität angepasst werden. Auch Befundberichte von psychologischen Psychotherapeut*innen müssen wieder im Verfahren anerkannt werden.

 

Refugio München setzt sich dafür ein, dass geflüchtete und traumatisierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene diese Rechte bekommen, damit ihre schweren Erfahrungen von Krieg und Folter Anerkennung und Heilung finden.

Herzlichen Dank, dass Sie uns dabei unterstützen!

Ihr Jürgen Soyer

Refugio München Report 2.2021

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Das schönste Geschenk

Wir hatten Ihnen letztes Jahr die ganz besondere Geschichte von Khalidas Familie vorgestellt. Jetzt, nach einem Jahr, erzählen wir Ihnen gerne weiter über die Familie.
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