Refugio München Report

Zweimal im Jahr informiert der Refugio München Report über aktuelle Themen aus der Arbeit mit Geflüchteten des Beratungs- und Behandlungszentrums. Er wagt aber auch regelmäßig einen Blick über den Tellerrand und beleuchtet in Reportagen und Interviews, Analysen und Kommentare die aktuelle politische Lage. Unsere Fördermitglieder und Spender*innen erhalten den Report frei Haus.

Refugio München Report zum Download (Ausgabe 2.2022)

 

Liebe Leser*innen, liebe Freund*innen und Unterstützende von Refugio München,

für Viele ist es schwer verständlich, dass Geflüchtete aus der Ukraine sofort Rechte in Deutschland bekommen, für die andere Geflüchtete oft Jahre warten und kämpfen müssen: einen festen Aufenthalt mit Hartz-IV-Anspruch, Deutschkurse, sofortige Arbeitserlaubnis, Unterstützung für Berufsausbildung… Und unerträglich ist für manche die Begründung dafür: „Diese Menschen sind uns halt näher von ihrer Art.“ Für Einige, deren familiäre Herkunft in anderen Ländern liegt, ist diese Begründung ein Schlag ins Gesicht.

Es darf keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse geben. Und schon gar nicht mit zweifelhaften Begründungen, die antiquierte Vorstellungen bedienen.

Und trotzdem hatten wir uns bei Refugio München entschieden, ein eigenes Zentrum für Geflüchtete aus der Ukraine zu gründen, das MHCU (Mental Health Center Ukraine), weil wir Kinder, Frauen und Männer dabei unterstützen wollen, nicht psychisch völlig krank zu werden in dieser verzweifelten Situation. Es ist gut, dass wir vom Beginn ihres Lebens in Deutschland an Hilfe und Unterstützung geben!

Viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, haben uns dafür gespendet. Und auch die Stadt München hat in atemberaubender Schnelligkeit und Überzeugung Geld dafür bereit gestellt.

Die Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine ist ein gelungenes Modell, wie wir auch mit anderen Geflüchteten umgehen sollten. Eine gute Integration gelingt nur mit guten Startbedingungen. Das alte Märchen, dass manche gerne zitieren, dass dadurch nur mehr Geflüchtete angelockt würden, ist längst von der Migrationsforschung widerlegt (siehe Beitrag links).

Es ist klug, human und naheliegend, die guten Erfahrungen bei der Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine auf alle Schutzsuchenden zu übertragen. In diesem Sinne viel Freude und Erkenntnis bei der Lektüre unseres Refugio Report.

Ihre Annette Hartmann und Jürgen Soyer, Geschäftsführung von Refugio München

Refugio München Report 2.2022

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