Leben in Unsicherheit – Auswirkungen von Migration und Flucht auf das Leben im Exil

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Datum/Zeit
20/06/2017
7:00 - 9:00 Uhr

Veranstaltungsort:
IniKo-Projekt Refugio München
Elsässer Straße 33
81667 München
Deutschland

Flucht- und Migrationserfahrungen sind für viele Menschen ein einschneidendes Erlebnis. Die Gründe für Migration sind sehr unterschiedlich, sie stellt jedoch immer einen der prägendsten Lebensabschnitte in der Biografie eines Menschen dar. Migrationserfahrungen müssen nicht zwangsläufig krank machen, können aber mit belastenden Erlebnissen und Lebensumständen verbunden sein.
Das Verlassen der Heimat und das Ankommen in einem neuen Land erfordern emotionale Bewältigung und Verarbeitung der damit verbundenen Trauer- und Loslöseprozesse. Dies erfordert viel Kraft und beeinflusst die körperliche, emotionale und psychische Gesundheit der Menschen.
Als Grund für eine erhöhte Vulnerabilität von Migrant_innen für psychiatrische Erkrankungen wird eine Kombination aus hohen Anpassungsanforderungen an die neuen sozioökonomischen Lebensumstände und der Verlust der Anbindung an das Herkunftsland vermutet.
Der Migrationsprozess an sich wird sehr oft gegenüber kulturellen Aspekten unterbewertet. Es sind aber weniger die kulturellen Aspekte als die jeweilige Phase des Migrationsprozesses, die zu den typischen psychischen Erkrankungen und Belastungen bei Migrant_innen führen kann. In der theoretischen Forschung sind in der Vergangenheit verschiedene Phasenmodelle zur Migration entwickelt worden.

Beispielhaft werden in der Fortbildung die verschiedenen Modelle vorgestellt und für die psychischen Belastungen im Rahmen der Migrationsprozesse sensibilisiert. Anschließend werden drei Best Practice –Angebote vorgestellt, die diese Erkenntnisse berücksichtigen.

Referentin:
Melisa Budimlic
Fortbildungs- und Forschungsakademie Refugio München transfer

Anmeldung

Die Veranstaltung ist ausgebucht.