Online-Fortbildung: Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft: kultursensibel, reflexiv, diskriminierungsbewusst- 12.06.2026

Online-Fortbildung: Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft: kultursensibel, reflexiv, diskriminierungsbewusst- 12.06.2026

In der Zusammenarbeit mit Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung kommt es immer wieder zu kommunikativ herausfordernden Situationen, in denen für Sozialarbeiter*innen zunächst unklar ist, ob kulturelle Prägungen eine Rolle spielen – und wie auf vermeintliche kulturelle Unterschiede respektvoll und professionell reagiert werden kann. Gleichzeitig existieren zahlreiche, teils widersprüchliche Vorstellungen davon, was „Kultur“ bedeutet und wie sie in einer globalisierten Welt angemessen verstanden werden kann.

Die Fortbildung führt in sozialwissenschaftliche Modelle von Kultur und kultureller Identität ein und lädt dazu ein, diese kritisch zu reflektieren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ansatz der Cultural Humility – einer Haltung, die Selbstreflexion, Achtsamkeit gegenüber Machtverhältnissen und die Bereitschaft, Perspektiven der Klient*innen systematisch einzubeziehen, in den Mittelpunkt stellt. Dabei wird erarbeitet, wie Cultural Humility in Beratungsgesprächen und Betreuungssituationen konkret angewendet werden kann.

Einen Schwerpunkt der Fortbildung bildet das Phänomen der Kulturalisierung sozialer Probleme, also der Tendenz, Herausforderungen vorschnell kulturell zu erklären und damit andere wesentliche Einflussfaktoren aus dem Blick zu verlieren. Ziel ist es, sicherer zwischen kulturellen Einflüssen und anderen relevanten Differenzlinien zu unterscheiden – oder deren Zusammenspiel zu erkennen.

Praxisnahe Fallbeispiele ermöglichen es den Teilnehmenden, die theoretischen Ansätze direkt auf ihren Arbeitsalltag zu übertragen und konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln.

Ihr Profit:

  • Reflexion der Rolle von Kultur in der Sozialen Arbeit mit Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
  • Erhöhung der Kultursensibilität in der täglichen Beratungs- und Betreuungsarbeit sowie Schärfung des Bewusstseins für mögliche Kulturalisierungen sozialer Probleme
  • Gestaltung zielgerichteter und passgenauer psychosozialer Interventionen durch eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Fachkraft und Klient*in und eine differenzierte Analyse der jeweiligen Problemlage

Zielgruppe: Sozialpädagog*innen im Asylsozialdienst, im Bereich der Jugendhilfe, Schulsozialarbeit oder in Beratungsstellen, Erzieher*innen und Kinderkrankenpfleger*innen

Referentin: Julia Cholewa, Dipl.-Sozialpädagogin (FH)/Soziologin (B.A.)

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