für Menschen mit Fluchterfahrung im Rahmen der Therapie und Beratung
Frauenfachstelle
Die therapeutische Frauenfachstelle wendet sich an Frauen mit Fluchthintergrund, die eine Traumafolgestörung aufgrund von geschlechtsspezifischen Gewalterfahrungen aufweisen. Insbesondere konzentrieren wir uns hier auf Frauen, die politisch motivierte sexualisierte Gewalt und/oder Menschenhandel – vor allem Zwangsprostitution – erlebt haben.
Fachärztliche Begutachtungen
Im Rahmen der fachärztlichen Begutachtung prüfen wir Fragen der Traumatisierung und Traumafolgestörungen. In der Regel nehmen wir nur Fälle zur Begutachtung an, in denen bereits Atteste vorliegen, die aber im Aufenthalts- oder Asylverfahren von den Behörden noch nicht als ausreichend erachtet wurden.
Sozialpsychiatrische Begleitung im Übergang zu einem festen Aufenthalt
Gerade für chronisch psychisch erkrankte Geflüchtete ist der Übergang vom Asylverfahren in einen festen Aufenthalt eine große Herausforderung. Diese Menschen sind auf Grund ihrer psychischen Probleme nur eingeschränkt handlungsfähig und während des Asylverfahrens oft von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen. Mit Erteilung eines Aufenthalts ändern sich Gesetze und Anforderungen für diesen Personenkreis erheblich. Mit sozialpädagogischer und psychologischer Expertise begleiten wir die Menschen in diesem Übergang, damit sie in Ausbildung oder Arbeit und Gesellschaft ankommen. Niederschwellige Angebote ermöglichen einen ersten, unkomplizierten Zugang zu Unterstützung, schaffen Vertrauen und wirken isolierenden Tendenzen entgegen. Gruppenangebote fördern soziale Kontakte, stärken Gemeinschaftserleben und unterstützen den Aufbau von Alltagsstrukturen. Ergänzend tragen stabilisierende Maßnahmen dazu bei, persönliche Ressourcen zu aktivieren, Selbstwirksamkeit zu stärken und die soziale Teilhabe schrittweise zu verbessern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Angebote mit anderen Hilfsstrukturen, Ärzten, Beratungsstellen oder Freizeitgestaltung, damit die geflüchteten Menschen nachhaltig und aktiv Teil unserer Gesellschaft sein können. Unsere Arbeit mit Geflüchteten eröffnet Teilhabemöglichkeiten, fördert psychosoziale Stabilität und unterstützt langfristig Integration und Selbstständigkeit.
Gefördert durch:

Migrationsberatung
Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Fluchterfahrung ab dem 28. Lebensjahr. Allen, die einen Anspruch auf einen Integrationskurs haben, bieten wir soziale Beratung in Fragen der Integration und in sozialen Notlagen an. Wir unterstützen aktiv und individuell bei den ersten Schritten zu einer vollen Anteilnahme an unserer Gesellschaft: Z.B. in Fragen der Bildung wie Deutsch- und Integrationskurse oder Berufsausbildung und in sozialen Angelegenheiten wie Wohnungsfragen, Sozialhilfe, Bewältigung des Alltags oder der Familienzusammenführung.

Asylverfahrensberatung
Sozialarbeiter*innen beraten im Rahmen des Bundesprogrammes für eine behördenunabhängige Asylverfahrensberatung (AVB) schutzsuchende Personen in der Kurzaufnahme. Die frühzeitige und fundierte Aufklärung über die Rechte und Pflichten im Asylverfahren, sowie über Verfahrensgarantien bei einer besonderen Schutzbedürftigkeit stehen vor allem im Rahmen der Früherkennung besonders schutzbedürftiger Asylsuchender im Fokus der Beratung. Sie sind wichtig, damit Asylsuchende die Verfahrensschritte verstehen und so Rechtsstaatlichkeit, Qualität und Fairness im Asylverfahren gestärkt werden. Die AVB bietet die Möglichkeit einer individuellen Vorbereitung auf die Anhörung beim BAMF, damit besonders vulnerable Geflüchtete ihre Asylgründe adäquat vorzutragen können.

Weitere Informationen zu unseren Angeboten erhalten Sie telefonisch:
Montag: 10-12 Uhr
Donnerstag: 14-16 Uhr
Telefon: 089 / 98 29 57 0
Eine Übersicht der psychosozialen Zentren in Deutschland finden Sie hier: www.baff-zentren.org/hilfe-vor-ort/psychosoziale-zentren/
