Menschen erleben soziale Ungleichheit häufig nicht aufgrund eines einzelnen Merkmals, sondern durch die Überschneidung verschiedener Faktoren wie Herkunft, Aufenthaltsstatus, Geschlecht, Sprache, Religion oder soziale Lage. Der Intersektionalitätsansatz macht sichtbar, wie verschiedene Formen von Benachteiligung und Diskriminierung auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen wirksam werden. Gerade im Kontext von Flucht und Migration ermöglicht eine intersektionale Perspektive, Lebensrealitäten differenziert zu analysieren sowie Mechanismen von Teilhabe, Ausschluss und Ungleichheit sichtbar zu machen.
Für die Soziale Arbeit bietet dieser Ansatz eine wichtige Grundlage, um Unterstützungsangebote bedarfsgerecht und passgenau zu gestalten. Er hilft, das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungs- und Belastungserfahrungen sowie deren Auswirkungen auf Bildung, Arbeit, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe zu erkennen und fördert zugleich die Reflexion der eigenen professionellen Haltung, von Machtverhältnissen und institutionellen Barrieren.
In dieser Fortbildung werden die Grundlagen der Intersektionalität praxisnah vermittelt. Anhand von Beispielen aus dem Arbeitsfeld Flucht und Migration wird aufgezeigt, wie intersektionale Perspektiven zur Analyse von Lebenslagen, zur Reflexion professionellen Handelns und zur Gestaltung intersektionalitätsbewusster Beratungs- und Unterstützungsangebote genutzt werden können.
Ihr Profit:
- Intersektionale Perspektiven kennenlernen und nutzen, um Lebenslagen im Kontext von Flucht und Migration differenziert zu betrachten.
- Ein vertieftes Verständnis dafür entwickeln, wie Diskriminierungs- und Ungleichheitsverhältnisse Teilhabe, Zugänge zu Unterstützungsangeboten und Hilfeprozesse beeinflussen.
- Die eigene professionelle Praxis reflektieren und Anregungen für intersektionalitätsbewusste Beratungs- und Unterstützungsangebote gewinnen.
Zielgruppe: Fachkräfte im Asylsozialdienst, der Migrationsberatung sowie Jugendmigrationsdiensten, im Bereich der Jugendhilfe und Schulsozialarbeit sowie in psychosozialen Beratungsstellen.
Referentin: Julia Cholewa, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) / Soziologin (B.A.) / Trainerin für Social Justice & Diversity
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