Suli Kurban – ein Herzensprojekt

 

Suli Kurban musste 1999 mit ihrer Familie von Uigurien nach München flüchten und findet Unterstützung bei Refugio München. Heute ist sie erfolgreiche Regisseurin und unterstützt Jugendliche in unserer Kunstwerkstatt.

Als Suli Kurban nach München kommt, ist sie um die halbe Welt gereist. Sie wurde im 5.600 Kilometer entfernten Uigurien geboren und musste ihr Zuhause mit ihrer Familie verlassen. In China sind Uigur*innen damals wie heute ständigen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Was nicht viele wissen: In München lebt die weltweit größte uigurische Gemeinde außerhalb Chinas.

Bei der Einreise ist Suli 11 Jahre alt. In unserem Buch „Die Hoffnung im Gepäck – Begegnungen mit Geflüchteten“ beschreibt sie, wie sich die Flucht und das Ankommen in Deutschland für das Mädchen angefühlt hat. Es war eine schwere Zeit. Eins der ersten Worte, die sie auf Deutsch sagen kann, ist „Asyl“. Sechs Jahre lang muss Suli mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer Gemeinschaftsunterkunft leben. Sie haben keinen festen Aufenthaltsstatus. Ihre Duldung wird monatlich verlängert. Das bedeutete ein dauerhaftes Gefühl von Unsicherheit für die ganze Familie.

In der Unterkunft lernt Suli Refugio München kennen. Eine Ehrenamtliche unserer Kunstwerkstatt unterstützt die Jugendliche und wird zu ihrer Mentorin. Sie bringt Suli auf die Idee, ihre Abschlüsse über den zweiten Bildungsweg an der Volkshochschule nachzuholen. Suli beginnt, sich für Medien und Theater zu interessieren. Eine Mitarbeiterin der Kunstwerkstatt, die regelmäßig in das Asylbewerberheim kommt, gibt Suli den Tipp, bei einer Jugendgruppe der Münchner Kammerspiele mitzumachen.

Suli Kurban hatte Hilfe auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft und diese Hilfe gibt sie jetzt weiter.

Heute ist Suli Regisseurin und Drehbuchautorin. In ihren Filmen geht es fast immer um die Themen Identität, Migration und soziale Ungerechtigkeiten. Als Uigurin, die sehr lange in einer Flüchtlingsunterkunft gewohnt hat, musste sie sich immer wieder rechtfertigen, warum sie in Deutschland ist. „Bei jedem neuen Filmprojekt sage ich mir, dass es dieses Mal nicht um das Thema Migration gehen soll. Und am Ende kommt ein weiterer Film über das Thema Migration heraus“, sagt sie und lacht.

Neben ihren vielen filmischen Projekten arbeitet Suli als Gruppenleiterin in der Refugio Kunstwerkstatt. Als wir sie darauf ansprechen, dass wir Unterstützer*innen für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen suchen, ist sie sofort dabei. Refugio ist für sie ein Herzensprojekt, das ihr selbst viel geholfen hat. „Man kann an meiner Biografie ganz gut sehen, was die Arbeit von Refugio München bewirkt“, sagt die junge, selbstbewusste Frau. „Damals war ich Teilnehmerin der Kunstwerkstatt und gebe heute meine Erfahrungen weiter. Refugio bietet genau den Menschen Hilfe, die diese brauchen. Damit das so bleibt, sind wir auf die Spenden möglichst vieler Menschen angewiesen.“

 

Ermöglichen Sie Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung Zukunft!

 

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Refugio München bietet genau den Menschen Hilfe, die sie brauchen.

Suli Kurban ist eine ehemalige Teilnehmerin der Refugio Kunstwerkstatt. Heute leitet sie selbst Mädchengruppen und ist als Regisseurin erfolgreich. Sie erzählt von ihrer eigenen Zeit in der Kunstwerkstatt und warum sie Refugio München heute noch unterstützt.

Video mit Suli Kurban

„Man kann an meiner Biografie gut sehen, was die Arbeit von Refugio München bewirkt. Refugio München bietet genau den Menschen Hilfe, die sie brauchen.“

Interview mit Suli Kurban

„Ich versuche, meine eigenen Erfahrungen an die Mädels weiterzugeben.“ Suli Kurban hat ihre Jugend in einer Flüchtlingsunterkunft verbracht, aber sie hat sich aus der Vergangenheit zum Erfolg gekämpft.